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Geschichte
2002 in P.

geändert
 am:
06/07/14 

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Lieber Besucher - Willkommen im Örtchen Prillwitz !

Der Besucher dieser Seite fragt sich sicherlich, scherzt der Prillwitz jetzt ? Nein, es gibt diese kleine Gemeinde wirklich.

Um sich erstmal zu orientieren nebenan die Karte von Mecklenburg - Vorpommern.
Wir befinden uns an der Mecklenburger Seenplatte einem der schönsten Erholungsgebiete Deutschlands.

Einige Kilometer nördlich von Neustreelitz liegt Prillwitz am Südufer des Lieps Sees (Blick vom Schloss aus), der selbst südlich des Tollensesees liegt. Der Tollensesee streckt sich ca. 25 km bis an den Südrand von Neubrandenburg.

Was gibt es in Prillwitz zu sehen?
 
  An erster Stelle sicherlich das alte Jagdschloss
 Prillwitz. Im 14. Jahrhundert war das Gut im Besitz
 der Familie von Peccatel, danach der Familie von
 Heydebreck, der Familie von Maltzahn, später,
 bis zum Ende des 17. Jahrhunderts, der Familie
 Blankenburg. 1767 war die Familie von Bredow
 Besitzer des Gutes. Ihr Besitzvorgänger Carl Gustav
 Gamm war der Erbauer des älteren, heute noch erhaltenen Herrenhauses, das zwischen 1680 und 1706 als Putzbau mit Krüppelwalm- dach errichtet wurde. 1795 verkaufte die Familie von Bredow das Gut an Herzog Carl. Das Schloss wurde zwischen 1888 und 1890 im Jugendstil erbaut. Eine Krone über einem Dreierfenster rechts neben dem Eingang weist auf den Erbauer hin: Erbgroßherzog Adolf Friedrich V.,
der das Gut seit 1882 in eigener Verwaltung hatte. Nach dem Tod des letzten Großherzogs kam das Gut in die Hände der Großherzoginwitwe Elisabeth. Sie starb im Juli 1933. Sieben Jahre später, zu Kriegs- ausbruch 1939, befand Prillwitz sich in den Händen eines Freiherrn von Taube. Nach dem Krieg wurde das Schloss geplündert, Flüchtlinge und Neusiedler zogen ein. Später wurde es zum Ferienobjekt umgestaltet. Seit 1995 präsentiert sich das Schloß als sehr gutes Hotel. Im Mai 2002 verbrachten wir hier ruhige und sehr erholsame Urlaubstage. Schon wegen der Küche - Wild- und Fischspezialitäten und den Rad- wandermöglichkeiten ist das Hotel sehr zu empfehlen - Tel: (039824) 2 03 45.

Auch auf dieser Postkarte aus dem letzten Jahrhundert ist das alte Jagdschloss und die Kirche zu sehen. Mehr Postkarten.....

Das zweite Highlight von Prillwitz ist die Kirche.
Die Dorfkirche Prillwitz ist ein neugotischer Putzbau. Sie wurde Ende des 18, Jahrhunderts errichtet, der quadratische Westturm wurde l893/94 erbaut. .
 

Sicher fährt man nicht nur wegen dieser beiden Sehenswürdigkeiten in den Urlaub nach Prillwitz. Aber wer in der Gegend ist, sollte sich dieses Kleinod nicht entgehen lassen. Eine Übernachtung im Schlosshotel lohnt schon, um auf den Rundkurs um den Tollensesee (ca. 50 km) zu starten.

Der Tollensesee-Radrundweg ist ein fast durchweg verkehrsfreier Radwanderweg. Die Wunderschönen Aussichten auf den mehr als 10 km langen See werden ebenso begeistern wie die kulturhistorisch interessante, sehr hügelige Landschaft. Eine gute Gastronomie in den Orten am See kann nicht unerwähnt bleiben. Unbedingt sehenswert ist Alt-Rehse mit Dorfkirche und seinem unverwechselbaren Dorfensemble.

Und wer viel Zeit hat, kann sich in die Geschichte und die Sagen des Ortes und der Umgebung
vertiefen. So findet man im Neustreelitzer Stadtarchiv vieles zur Prillwitz Chronik, die sich bis ins
12. Jahrhundert nachverfolgen lässt. (Dazu wird es demnächst eine Extra Seite geben)
U.a. wird hier zu berichten sein über die Entstehung des Namens Prillwitz und über Funde aus längst
vergangener Zeit.
In Neubrandenburg fand man im 18. Jahrhundert bei Prillwitz angeblich slawische Idole aus Bronze.
Heute gelten diese mit Runen übersäten Prillwitzer Idole als Fälschungen. Einige der originalen Bronzefiguren sind im Mecklenburgischen Volkskundemuseum in Schwerin-Mueß zu sehen.
Nach welchen Vorlagen diese kulturgeschichtlich wertvollen Stücke damals hergestellt wurden,
ist immer noch ungeklärt.(Umfangreiche Literatur auf der Folgeseite)

 

Jetzt noch ein paar Postkarten so ca. um 1900, die wir in Archiven entdeckten....